Was ist Orientierungslauf?
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- Die Aufgabe
Postenschirm mit zwei elektronischen Stempelvorrichtungen (System SportIdent™).
Als einziger Sportverein in Offenbach am Main bieten wir Orientierungslauf, abgekürzt OL, in unserem regulären Trainingsprogramm an. Wir waren auch der erste Verein im Rhein-Main-Gebiet, der ausdrücklich für diese Sportart gegründet wurde. In Deutschland fristet OL ein Schattendasein und konnte den Status einer Randsportart noch nicht ablegen. In Skandinavien und in der Schweiz gehört OL aber zu den populärsten Sportangeboten für alle Altersgruppen und die ganze Familie.
Daher möchten wir Dir diese interessante Alternative zum herkömmlichen "Joggen" oder reinem Laufsport detailliert vorstellen. Gleichzeitig animiert Orientierungslauf zur Bewegung in der freien Natur. Da Trainings und Wettkämpfe in der Regel für sämtliche Altersklassen gemeinsam stattfinden, ist dies auch für Familien eine ideale Sportart, in der von den Enkeln bis zu den Großeltern alle die Freizeit zusammen verbringen können – ein jeder nach dem persönlichen Leistungsanspruch und -vermögen!
Die Aufgabe
Wie der Name schon zum Ausdruck bringt, besteht OL aus den beiden Komponenten Orientieren und Laufen. Jeder Orientierungsläufer bzw. jede Orientierungsläuferin führt eine spezielle Landkarte mit sich, auf der eine Reihe von Postenstandorten mit violett-roten Kreisen markiert ist. Diese Posten müssen nun in der vorgegebenen Reihenfolge so schnell wie möglich nacheinander angelaufen werden. Die Laufstrecke wählt dabei jeder Teilnehmer selbständig anhand des Kartenbildes.
Im Gelände ist jeder Postenstandort durch einen sog. Postenschirm markiert, an dem eine Kontrollvorrichtung angebracht ist. Diese besteht entweder aus einer klassischen Markierzange oder, bei größeren Wettkämpfen, inzwischen aus einer elektronischen Kontrollvorrichtung. Die Markierzange erzeugt ein pro Posten individuelles Lochmuster in einer Kontrollkarte. Die elektronische Vorrichtung schreibt einen eindeutigen Zahlencode und die Uhrzeit des Postenbesuchs auf einen Speicherchip, den jeder Teilnehmer mitführt. Nur, wer am Ziel den Besuch aller Posten für die vorgegebene Bahn nachweisen kann, kommt in die Wertung. Am Ende gewinnt, wer die Bahn in der kürzesten Zeit absolvieren konnte.
Dabei kommt es nicht nur auf die läuferischen Fähigkeiten an. Wer zwar schnell laufen, aber nur schlecht orientieren kann, macht viele Fehler und muß die Posten lange suchen. Sich in kürzester Zeit anhand der Karte den erfolgversprechendsten Weg zum nächsten Posten auszuwählen, so daß man diesen sicher und schnell erreicht, macht den Reiz des Orientierungslaufes aus. Nur selten ist der direkteste Weg der beste – wenn sich damit Steigungen, dichte Vegetation oder schwer belaufbares Gelände umgehen lassen, ist ein kleiner Umweg die bessere Alternative.